Was ist Hochsensibilität?
Hochsensible Menschen sind sehr unterschiedlich. Daher gebrauche ich keine Definition. Die Unterschiedlichkeit macht eine klare Beschreibung eher schwierig.
Grundsätzlich ist wichtig zu erwähnen, dass es eine Personengruppe von ca. 20% gibt, die über eine erhöhte Empfindsamkeit und eine erweiterte Wahrnehmung verfügt.
Hochsensible Menschen sind mit einem Nervensystem ausgestattet, welches sie innere und äussere Reize stärker empfinden lässt. Es ist als ob hochsensiblen Menschen ein Filter fehlt, der sie vor zu vielen Einflüssen schützt. Zu diesen Einflüssen zählen Geräusche, Gerüche, Gefühle oder Gedanken. Es bedarf daher öfters Erholungspausen einzulegen, damit das Erlebte verarbeitet werden kann.
Hochsensibilität ist keine Krankheit mit Symptomen, bei der es an Behandlungsmöglichkeiten bedarf. Deshalb ist Hochsensibilität auch nicht im Diagnosekompendium gelistet. Hochsensibilität ist eine Gabe!
Sich mit der eigenen Hochsensibiltät zu beschäftigen ist reine Prozessarbeit. Durch gesellschaftliche Prägungen ist oft der eigentliche Wesenskern versteckt gehalten und es braucht Zeit, der Empfindsamkeit rsp. der hochsensiblen Veranlagung auf die Spur zu kommen.
Hochsensibel zu sein bedeutet nicht, stets weniger belastbar zu sein als andere. Es ist eine Verfügbarkeit, die Schwankungen unterliegt, d.h. das ein hochsensibler Mensch nicht zu jedem Zeitpunkt gleich belastbar ist.
Die Empfindsamkeit eines hochsensiblen Menschen verhält sich meines Erachtens zyklisch. Wir leben jedoch in einer linear geprägten Welt und genau da sehe ich die Schwierigkeit. Unsere Anpassung an etwas was wir nicht sind, entfernt uns von unserem wahren Wesenskern. Und so kann es durchaus vorkommen, dass wir unsere erhöhte Empfindsamkeit nicht mehr als Gabe, sondern als Bürde wahrnehmen.
Hochsensibilität – Wenn du hochsensibel bist verstehe dass du mehr von etwas hast, nicht weniger, und mit diesem Mehr kannst du umgehen lernen
Es gibt grundsätzlich zwei Richtungen, in welche sich ein hochsensibler Mensch bewegen sollte:
- Stessreduktion oder Stressvermeidung
- Ressourcenstärkung
Beides bewirkt Hypnose auf eine leichte und angenehme Art.
Oft sind Hochsensible Menschen durch ihre Empfindsamkeit geprägt von Traumata. Sie können auf verschiedene Weise verletzt werden, sowohl durch schlimmes, aber auch durch Gutes, das ihnen in der Kindheit vorenthalten wurde. Dazu gehört z.B. dass man sich nicht auf ihre Befindlichkeiten einstellt oder sie sich, selbst von liebevollen Eltern, nicht gesehen und akzeptiert fühlen. Ein derartiges Trauma setzt kein offenkundiges Leid oder Unglück der vorgenannten Art voraus. Es kann aber zu einer schmerzhaften Abkopplung vom Selbst führen, die dadurch entseht, dass zentrale Bedürfnisse nicht befriedigt werden.
So wie der britische Kinderarzt D.W. Winnicott beschreibt: „Als etwas Positives hätte passieren können, passierte gar nichts“.
Trauma ist, wenn wir nicht gesehen und verstanden werden.
„Bessel van der Kolk“
Mehr Informationen über Hochsensibilität findest du auf folgender Website:
http://www.ifhs.ch/home.htmUnd auf dieser Seite kannst du dich gleich selbst testen:
Entdecke mehr von Petra Schibli Neurosensitivität & Hypnose
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

